Sicherung der Daseinsvorsorge beim demographischen Wandel in der Stadt Babenhausen

 
- Vorstellung einer Auswahl der studentischen Projektarbeiten im Rahmen einer öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung und der Ortsbeiräte am 16.09.2008 -
 
 
Rückblick der Offenbachpost vom 19.09.2008:
Von Stefan Scharkopf
 

Babenhausen  Das waren ermutigende Zahlen: Die Kaufkraft in Babenhausen ist höher als in den Nachbarkommunen Dieburg und Seligenstadt. Zwar hat die Stadt einen höheren Anteil an Menschen ausländischer Herkunft, doch die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe ist niedriger als in den beiden Vergleichskommunen.
 

Präsentiert haben diese Zahlen Studenten der TU Darmstadt, Fachbereich Raumplanung, vor Stadtverordneten und Ortsbeiräten im kleinen Saal der Stadthalle. Die Studenten haben sich im Sommersemester mit dem Thema demographischer Wandel am Beispiel von Babenhausen beschäftigt. Zustande gekommen ist die Zusammenarbeit auf Anregung von Marie-Luise Drabke vom Amt für Ländlichen Raum beim Landkreis Darmstadt-Dieburg. Bürgermeister Reinhard Rupprecht sagte zu Beginn, dass es für das Semesterprojekt der TU keine Vorgaben von Seiten der Stadt gegeben habe.
 

Die Studenten haben auf mehreren Ebenen untersucht, wie die Stadt für junge Familien interessant sein könnte, was für Senioren zu tun ist und wie das Zusammenleben der Generationen organisiert werden könnte. Dies vor dem Hintergrund, dass in Babenhausen - wie anderswo natürlich auch - eine größer werdende Zahl von älteren Menschen immer weniger Kindern gegenüber steht.
Die Stadt ist folglich auf Zuzug angewiesen. Da ist für die Studenten die Kaserne eine Option. Sie befürworten Wohnen und Arbeiten auf dem Areal. Die Stadtplaner in spe sprechen sich für das Kasernengebiet als Mischgebiet aus, das als eigener Stadtteil anzusehen sei mit Wohnraum und zukunftsorientierter gewerblicher Nutzung. CDU und Grüne dürften sich von den Überlegungen der Studenten bestätigt fühlen. Mitglieder aus den Oppositionsparteien machten bei der Fragerunde dagegen einmal mehr deutlich, dass sie gegen Wohnen auf dem Gelände sind, um eine Gettobildung zu vermeiden. Auch mit einem Pflegeheim auf dem Feuerwehrgelände - ebenfalls ein Streitpunkt in Babenhausen -, der besseren verkehrlichen Vernetzung der Stadtteile und einem Grünzug zwischen Kernstadt und Sickenhofen haben sich die Studenten beschäftigt. 
 

Wie Sylvia Kloetzel von der Wirtschaftsförderung der Stadt sagte, sind die Ergebnisse des Semesterprojekts demnächst auf der Internetseite der Stadt zu lesen.
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